| Themen: | Geologie, GeoInformationsZentrum (GIZ) |
| Ort: | Am Rennsteig 1, Naturparkinformationszentrum "Kalte Küche" in Spechtsbrunn, 96515 Sonneberg |
| Altersstufen: | Ab Grundschule |
| Typ: | Digitales Angebot |
| Kosten: | Kostenloses Angebot |
Im Gesteinspark mit angeschlossener Gesteinssammlung beim Naturparkinformationszentrum „Kalte Küche“ Spechtsbrunn, befindet sich im Außenbereich am Rennsteig ein zirka 2 Tonnen schwerer Sandstein vom Eichberg (Stadtgebiet Sonneberg). Der Gesteinspark mit Gesteinssammlung informiert über die Gesteine des Jahres, die im Nationalen Geopark Schieferland und / oder der Tourismusregion Coburg.Rennsteig existieren und heute noch zum Teil abgebaut werden.
Der Gesteinspark ist ein gefördertes Projekt des Freistaates Thüringen.
Information zum „Gestein des Jahres 2008“
Sandstein, die verfestigte Form von Sand, ist ein uns allen vertrautes Gestein, das auf den Kontinenten weit verbreitet ist. Seit Urzeiten bildet sich Sand durch Verwitterung und Erosion von Gesteinen und Gebirgen. Der Sandstein ist ein Sedimentgestein. Sedimente sind Produkte aus der Verwitterung älterer Gesteine, deren Komponenten durch Wasser, Atmosphäre und Eis transportiert, abgelagert und schließlich verfestigt werden. Ein wichtiges Merkmal von Sedimenten ist eine erkennbare Schichtung. Bei Sand und Sandstein spricht man von klastischem Material, im Gegensatz zu den chemischen (Salzstein) und biogenen (Kohle) Sedimentgesteinen, die keinen langen Transportweg hinter sich haben, sondern an Ort und Stelle entstanden sind. Sandstein ist ein Festgestein aus gerundeten bis kantigen Körnern in Sandkorngröße. Alle Korndurchmesser der Mineralkomponenten liegen dabei zwischen 0,063 und 2 mm (DIN 4022). Die Gesteinsart definiert sich also über die Korngröße der einzelnen Mineralkörner. Die natürliche Verfestigung von Sand geschieht unter erhöhtem Auflastdruck jüngerer Ablagerungen durch die Ausfällung bzw. Einlagerung von Mineralien um die einzelnen Sandkörner herum. Es bildet sich so ein Bindemittel, das die Körner zusammenhält und den lockeren Sand zu einem Gestein werden lässt. Als Bindemittel (Zement) in den Zwickeln zwischen den Körnern können vor allem Quarz, Tonminerale, Eisenoxide und Kalzit auftreten. Als Hauptkomponente tritt überwiegend das relativ verwitterungsresistente Mineral Quarz auf, es reichert sich aufgrund seiner Härte während des Transportprozesses an, während andere Mineralkörner zerfallen. Daneben können Feldspäte, Gesteinsbruchstücke verschiedener Hartgesteine und Glimmerminerale auftreten. Ein Sandstein, der zu mehr als 90 % aus Quarzkörnern besteht, wird als Quarzsandstein bezeichnet. Arkosen sind feldspatreiche Sandsteine, Litharenite sind reich an Gesteinsfragmenten und Grauwacken haben einen Komponentenanteil an Tonmineralien der 15 Volumenprozent übersteigt. Sandsteine können je nach Herkunft und Bestandteilen sehr unterschiedlich gefärbt sein: weiß, grau, grüngrau, beige, braun, rot, orange und alle Mischbereiche dazwischen. Verantwortlich für die Farbgebung ist im Wesentlichen der im Sandstein enthaltene Anteil an eisenhaltigen Mineralien. Rötliche Farbtöne gehen in der Regel auf Hämatit zurück, der in Form dünner Häutchen die Quarzkörner umhüllt. Chlorit oder Glaukonit mit zweiwertig gebundenem Eisen sind für grünliche Farbtöne verantwortlich. Gelblichbraune bis braune Färbungen sind auf das Eisenmineral Limonit zurückzuführen. (Literatur: Pettijohn, F.J., Potter, P. E. & Siever, R. (1987) Sand and sandstone.– Berlin, Heidelberg, New York.; Dott, R.H. (1964): Wacke, graywacke and matrix – what approach to immature sandstone classification?– Journal of Sedimentary Petrology, 34:625-632.; Füchtbauer, H. (1988): Sediment-Petrologie Teil II, Sedimente und Sedimentgesteine.– Stuttgart.)
Quelle: Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie
Anschrift:
Am Rennsteig 1
Naturparkinformationszentrum "Kalte Küche" in Spechtsbrunn
96515 Sonneberg
Ansprechpartner:
Marco Kuhnt
mint@stadt-son.de
03675 880121
Dies ist ein MINT-Angebot der MINT-freundlichen Stadt Sonneberg und ein Bestandteil des GeoInformationsZentrum (GIZ) Sonneberg.
Änderungen vorbehalten. Alle Angaben ohne Gewähr.
Stand: 02.02.2026