| Themen: | Geologie, GeoInformationsZentrum (GIZ) |
| Ort: | Am Rennsteig 1, Naturparkinformationszentrum "Kalte Küche" in Spechtsbrunn, 96515 Sonneberg |
| Altersstufen: | Ab Grundschule |
| Typ: | Digitales Angebot |
| Kosten: | Kostenloses Angebot |
Im Gesteinspark mit angeschlossener Gesteinssammlung beim Naturparkinformationszentrum „Kalte Küche“ Spechtsbrunn, befindet sich im Innenbereich ein Handstück vom Limmberg-Basalt. Der Gesteinspark mit Gesteinssammlung informiert über die Gesteine des Jahres, die im Nationalen Geopark Schieferland und / oder der Tourismusregion Coburg.Rennsteig existieren und heute noch zum Teil abgebaut werden.
Der Gesteinspark ist ein gefördertes Projekt des Freistaates Thüringen.
Information zum „Gestein des Jahres 2009“
Basalt, ein uns allen vertrautes vulkanisches Festgestein, baut als das häufigste Gestein der Erdkruste sämtliche Ozeanböden auf und ist auch auf den Kontinenten weit verbreitet. Bildungsort ist der obere Erdmantel, in dem durch partielle Aufschmelzungsprozesse Gesteinsschmelzen entstehen, die dann als Basaltmagma an die Erdoberfläche aufsteigen und dort als Lava ausfließen. Oft werden beim raschen Aufstieg Gesteinsbruchstücke aus dem Erdmantel mitgerissen, die als flaschengrüne Einschlüsse (sogenannte „Olivinknollen“) in zahlreichen Basaltvorkommen zu finden sind. Aufgrund der raschen Abkühlung der ca. 1200 °C heißen Lava können sich bei der Kristallisation des Basaltes nur sehr kleine Minerale entwickeln oder es entsteht sogar ein basaltisches Gesteinsglas. Größere, mit dem bloßen Auge sichtbare Kristalle haben sich schon in der Tiefe, vor dem Ausfließen der Lava gebildet. Sie werden als Einsprenglinge bezeichnet und zeigen meist eine vollkommene Kristallform, da sie frei in der Schmelze wachsen konnten.
Basalte sind mittel- bis dunkelgraue, fein- bis mittelkörnige Vulkanite, die sich aus den folgenden Mineralen zusammensetzen: Plagioklas (Ca-reich) 40-60 Vol.-%, Pyroxen 10-50 Vol.-%, Olivin 5-20 Vol.-%, Magnetit 3-10 Vol.-%, Apatit 0,1-2 Vol.-%. Gelegentlich kommt Amphibol (Hornblende) hinzu. Typisch für Basalte ist ein sogenanntes porphyrisches Gefüge, bei dem größere Einsprenglinge meist aus Olivin und Pyroxen in einer feinkörnigen oder glasigen Grundmasse schwimmen. Der Name Basalt leitet sich von dem lateinischen Wort „basaltes“ ab. Die Entwicklung von Säulen ist bei den Basalten ein weit verbreitetes Phänomen. Diese entstehen aufgrund von Schrumpfungsprozessen bei der Abkühlung und Auskristallisation der Lava. Im Idealfall zeigen die Säulen einen sechsseitigen Umriss.
Tritt die Lava unter Wasserbedeckung, z. B. in einem Meeresraum aus oder fließ bei einem Vulkanausbruch in einen See, entwickeln sich typische rundlich-schlauchförmige Gebilde. Sie werden wegen ihrer Form als Kissen (engl.: pillows), die Lava als ganzes als Kissenlava bezeichnet. An der Oberfläche dieser Lavaschläuche bildet sich beim Kontakt der heißen Basaltschmelze mit dem kalten Wasser augenblicklich eine Haut aus basaltischem Glas, während im Innern das Magma weiterfließt und den Schlauch fortwährend verlängert.
Quelle: Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie
Anschrift:
Am Rennsteig 1
Naturparkinformationszentrum "Kalte Küche" in Spechtsbrunn
96515 Sonneberg
Ansprechpartner:
Marco Kuhnt
mint@stadt-son.de
03675 880121
Dies ist ein MINT-Angebot der MINT-freundlichen Stadt Sonneberg und ein Bestandteil des GeoInformationsZentrum (GIZ) Sonneberg.
Änderungen vorbehalten. Alle Angaben ohne Gewähr.
Stand: 02.02.2026