MINT-O-Thek

Gestein des Jahres 2016 - Sand

Themen: Geologie, GeoInformationsZentrum (GIZ)
Ort: Am Rennsteig 1, Naturparkinformationszentrum "Kalte Küche" in Spechtsbrunn, 96515 Sonneberg
Altersstufen: Ab Grundschule
Typ: Digitales Angebot
Kosten: Kostenloses Angebot
Dunkelgraues Gestein mit mehreren Schichten.

Beschreibung

Im Gesteinspark mit angeschlossener Gesteinssammlung beim Naturparkinformationszentrum „Kalte Küche“ Spechtsbrunn, befindet sich im Innenbereich des Naturparkinformationszentrums in einer der beiden Vitrinen das Gestein des Jahres 2016, Sand. Der Gesteinspark informiert über die Gesteine des Jahres, die im Nationalen Geopark Schieferland und / oder der Tourismusregion Coburg.Rennsteig existieren und heute noch zum Teil abgebaut werden.

  • Information zum Sandabbau im Neustadt-Sonneberger Becken: Der hier ausgestellte Sand stammt aus einer der zahlreichen Sandgruben im Neustadt-Sonneberger Becken, welches zum Obermainischen Hügelland zählt und 17 Kilometer südwestlich vom Gesteinspark lokalisiert. In der Vergangenheit wurde der Sand im Stadtgebiet von Sonneberg (Stadtteile Bettelhecken, Mürschnitz, Sonneberg) als Baustoff, Schleifmaterial und Zuschlagstoff für die Glasindustrie genutzt. Noch heute sind einige Sandgruben um Sonneberg aktiv. Der Sand bei Neuhaus-Schierschnitz (u. a. Biene) wurde im großen Maßstab auch als Zuschlagstoff für die Porzellan- und Glasindustrie im Sonneberger Raum genutzt. Einige ehemalige Sandgruben bilden heute Flächennaturdenkmale (FND) bzw. Geschüzte Landschaftsbestandteile (GLB). Die Sande entstammen alle aus der Trias (Mittlerer und Unterer Buntsandstein) und sind zirka 250 Millionen Jahre alt.

Der Gesteinspark ist ein gefördertes Projekt des Freistaates Thüringen.

 

Information zum „Gestein des Jahres 2016“

Sand kennt jedes Kind: Ein mit Sand gefüllter Kasten ist die beliebteste Spielstätte in Kindergärten und eine wohlbekannte Sagengestalt bringt mit seiner Hilfe die Träume. Träume sind es häufig auch, die Reisen zu entfernten, einsamen Inseln zum Ziel haben. Ohne Sandstrände sind diese Inseln nicht denkbar. Filmklassiker wie „Lawrence von Arabien“ oder „Der Wüstenplanet“ wären ohne den eigentlichen Hauptdarsteller, den Wüstenssand, schlichtweg langweilig. Manchmal wird Sand als Synonym für Zeit gesetzt, die einem durch die Finger rinnt, manchmal knirscht er im Getriebe und bremst den Fortgang von Ereignissen.

Sand ist ebenso ein unentbehrlicher Roh- und Baustoff und somit für alle Volkswirtschaften von wesentlicher wirtschaftlicher Bedeutung: Keine Betonkonstruktion und kein Mauerwerk, weder Stahlbeton-Wolkenkratzer noch Straßen, Fenster oder Glasflaschen kommen ohne den Zusatz von Sand aus. Er ist unerlässlich bei der Herstellung von elektronischen Bauteilen wie Solarzellen oder elektronischen Platinen. Er wirkt als Schleif- und Poliermittel und wird in der Wasserreinigung in Kläranlagen und Wasserwerken eingesetzt. Sand speichert aufgrund seiner hohen Porosität auf natürliche Art und Weise Grundwasser, aber auch Erdöl und Erdgas.

Allein in Deutschland bestand im Jahr 2014 ein Bedarf an 240 Millionen Tonnen Bausanden und -kiesen, weiteren 10,4 Millionen Tonnen Quarzsanden und -kiesen sowie an 211 Millionen Tonnen gebrochenen Natursteinen. Bis zu 80 % der Gesamtproduktion mineralischer Rohstoffe werden hierzulande bei öffentlichen Aufträgen verarbeitet. Bereitgestellt werden die Gesteinsrohstoffe durch Unternehmen der mineralischen Rohstoffindustrie, die mit etwa 27.000 direkt Beschäftigten in Deutschland einen entscheidenden Wirtschaftsfaktor darstellen (vgl. Bundesverband Mineralische Rohstoffe (MIRO), Geschäftsbericht 2014/2015).

Quelle: Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler e. V.

Adresse & Ansprechpartner

Anschrift:
Am Rennsteig 1
Naturparkinformationszentrum "Kalte Küche" in Spechtsbrunn
96515 Sonneberg

Ansprechpartner:
Marco Kuhnt
mint@stadt-son.de
03675 880121

Dies ist ein MINT-Angebot der MINT-freundlichen Stadt Sonneberg und ein Bestandteil des GeoInformationsZentrum (GIZ) Sonneberg.

Änderungen vorbehalten. Alle Angaben ohne Gewähr.

 

Stand: 02.02.2026