MINT-O-Thek

Gestein des Jahres 2018 - Steinkohle

Themen: Geologie, GeoInformationsZentrum (GIZ)
Ort: Am Rennsteig 1, Naturparkinformationszentrum "Kalte Küche" in Spechtsbrunn, 96515 Sonneberg
Altersstufen: Ab Grundschule
Typ: Digitales Angebot
Kosten: Kostenloses Angebot
Dunkelgraues Gestein mit mehreren Schichten.

Beschreibung

Im Gesteinspark mit angeschlossener Gesteinssammlung beim Naturparkinformationszentrum „Kalte Küche“ Spechtsbrunn, befindet sich im Innenbereich (Vitrine) ein Handstück der Stockheimer Steinkohle. Der Gesteinspark informiert über die Gesteine des Jahres, die im Nationalen Geopark Schieferland und / oder der Tourismusregion Coburg.Rennsteig existieren und heute noch zum Teil abgebaut werden.

  • Information zur Steinkohle im Stockheimer Becken: Die ausgestellte Steinkohle stammt aus dem Stockheimer Becken (19 Kilometer südlich vom Gesteinspark). Die hier ehemals gewonnene Steinkohle wurde bei Stockheim / Reitsch (Landkreis Kronach) und Neuhaus (Landkreis Sonneberg) für den regionalen Bedarf abgebaut. Zwei GeoPfade und das Bergbaumagazin Stockheim sowie das Heimatmuseum Neuhaus informieren über die lange Bergbaugeschichte sowie die ehemalige potentielle Verarbeitung in der Ernestinerhütte bei Neuhaus. Ausführliche Informationen zur Stockheimer Steinkohle finden Sie unter folgendem Link. Das Handstück würde zur Verfügung gestellt vom Förderverein Bergbaugeschichte Stockheim/Neuhaus e. V.

Der Gesteinspark ist ein gefördertes Projekt des Freistaates Thüringen.

 

Information zum „Gestein des Jahres 2018“

Das alles kann Steinkohle sein: Klimaindikator der Vergangenheit, schwarzes Gold der Wirtschaft oder auch Klimakiller der Gegenwart – je nach fachlichem Blickwinkel, ob naturwissenschaftlich, wirtschaftshistorisch oder vom aktuellen gesellschaftspolitischen Standpunkt.

Steinkohle war über zwei Jahrhunderte lang Lebenselixier und Motor der Industrialisierung in ganz Mitteleuropa. Infolge der in den letzten Jahrzehnten erkannten negativen Auswirkungen der insbesondere durch fossile Brennstoffe verursachten Treibhausgasemissionen ist der einst begehrte Rohstoff zum Mittelpunkt zahlreicher politischer Diskussionen geworden. Die Verfügbarkeit alternativer Energiequellen und die Unrentabilität im Vergleich zu Weltmarktpreisen macht Förderung von Steinkohle in Deutschland nunmehr unwirtschaftlich und entbehrlich, weshalb die letzte Zeche 2018 geschlossen wurde. Damit wird der Rohstoff Steinkohle aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwinden und nur noch Gegenstand musealer Präsentation sein.

Für die Geowissenschaften war und bleibt Steinkohle eine wichtige Quelle von Informationen über die Entwicklungsgeschichte der betreffenden Regionen der Erdkruste. Insbesondere für die Klimageschichte und die Entwicklung von Flora und Fauna ist die heute in Form von Kohlen vorliegende ursprüngliche Moorvegetation ein markanter Indikator. Nicht umsonst wird dieser Abschnitt der Erdgeschichte zwischen 360 und 300 Millionen Jahren als Karbon-Zeitalter bezeichnet. Das Interesse von Laien an exotisch anmutenden Pflanzenfossilien, wie Schachtelhalmen und Siegelbäumen, hat auch die Aufmerksamkeit für geologische Fragestellungen gestärkt, was wiederum geologische Forschungen befördert hat.

Quelle: Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler e. V.

 

  • 2D-Darstellung der Stockheimer Steinkohle (1)

Adresse & Ansprechpartner

Anschrift:
Am Rennsteig 1
Naturparkinformationszentrum "Kalte Küche" in Spechtsbrunn
96515 Sonneberg

Ansprechpartner:
Marco Kuhnt
mint@stadt-son.de
03675 880121

Dies ist ein MINT-Angebot der MINT-freundlichen Stadt Sonneberg und ein Bestandteil des GeoInformationsZentrum (GIZ) Sonneberg.

Änderungen vorbehalten. Alle Angaben ohne Gewähr.

 

Stand: 02.02.2026