| Themen: | Geologie, GeoInformationsZentrum (GIZ) |
| Ort: | Am Rennsteig 1, Naturparkinformationszentrum "Kalte Küche" in Spechtsbrunn, 96515 Sonneberg |
| Altersstufen: | Ab Grundschule |
| Typ: | Digitales Angebot |
| Kosten: | Kostenloses Angebot |
Im Gesteinspark mit angeschlossener Gesteinssammlung beim Naturparkinformationszentrum „Kalte Küche“ Spechtsbrunn, befindet sich im Außenbereich am Rennsteig ein zirka 2 Tonnen schwerer Dachschiefer aus Schmiedebach. In den Vitrinen im Naturparkinformationszentrum befinden sich mehrere Exponate vom Dachschiefer, Griffelschiefer, Lederschiefer etc. Der Gesteinspark informiert über die Gesteine des Jahres, die im Nationalen Geopark Schieferland und / oder der Tourismusregion Coburg.Rennsteig existieren und heute noch zum Teil abgebaut werden. Der Schiefer steht als Synonym für den Geopark mit seinen zahlreichen Schieferarten (Dachschiefer, Griffelschiefer etc.). Informationen zum Schieferabbau in Sonneberg und Umgebung erhalten Sie am GeoPfad Hasenthal und GeoPfad SchieferREICH.
Der Gesteinspark ist ein gefördertes Projekt des Freistaates Thüringen.
Information zum „Gestein des Jahres 2019“
Schiefertafel und Schiefergriffel – bis in das letzte Jahrhundert haben Generationen von Schulkindern damit Schreiben und Rechnen geübt. Heute kennt man Schiefertafel und -griffel nur noch aus Museen. Als edle und beständige Dacheindeckung wird das Gestein jedoch nicht so schnell zu verdrängen sein. Auch der Loreleyfelsen bei St. Goarshausen, der berühmte Schieferfelsen im UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal, wird seine Bedeutung behalten und inspirierte schon Heinrich Heine.
Schiefer wurde bereits im antiken Rom zum Decken von Dächern genutzt. Der Bedarf an dichten und haltbaren Dächern aus Schiefer wuchs im Zuge der industriellen Revolution so stark an, dass der Abbau in den deutschen Mittelgebirgen erheblich zunahm. Ganze Gebirgszüge wie das Thüringer Schiefergebirge und das Rheinische Schiefergebirge wurden nach dem dort vorkommenden Gestein benannt. In Geoparks und Museen, wie etwa im Geopark Schieferland an der Grenze zwischen Thüringen und Bayern, werden heute geologische Verhältnisse, Gewinnung und Verarbeitung von Dachschiefern anschaulich demonstriert. Schiefer gilt außerdem als ideales Material für Fußböden und Wände, da er Hitze- und Kältebeständigkeit mit Haltbarkeit und Ästhetik verbindet. Zudem ist er resistent gegen weitere Umwelteinflüsse sowie Tausalz und lässt sich leicht bearbeiten. Schiefer ist zudem durch ein geringes Wasseraufnahmevermögen und hohe Druckfestigkeit gekennzeichnet. Noch heute existieren in Oberfranken (Geroldsgrün), dem Hunsrück (Altlay) und dem Hochsauerlandkreis (Magog-Gomer-Bierkeller) Schieferbergwerke. Dort als auch in den Regionen früherer Schiefergewinnung ist die Landschaft geprägt durch Häuser mit Schieferdächern und -wandbehang.
Schiefer entstand in unseren Breiten überwiegend im Devon bis ins Unterkarbon, also vor ca. 350 bis 400 Millionen Jahren, aus den Ablagerungen von Tonschlamm. Durch Druck verfestigte sich dieser zunächst zu Tongestein und wurde dann bei der späteren Gebirgsbildung durch seitlichen Druck aufgefaltet. Seine herausragendste Eigenschaft ist die sehr gute Spaltbarkeit entlang engständiger paralleler Flächen, den sogenannten Schieferungsflächen.
Quelle: Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler e. V.
Anschrift:
Am Rennsteig 1
Naturparkinformationszentrum "Kalte Küche" in Spechtsbrunn
96515 Sonneberg
Ansprechpartner:
Marco Kuhnt
mint@stadt-son.de
03675 880121
Dies ist ein MINT-Angebot der MINT-freundlichen Stadt Sonneberg und ein Bestandteil des GeoInformationsZentrum (GIZ) Sonneberg.
Änderungen vorbehalten. Alle Angaben ohne Gewähr.
Stand: 02.02.2026